Autoren
- Behiç Ak
- Dr. Lale Akgün
- Rojin Canan Akın
- Sunay Akın
- Fakir Baykurt
- Artur Becker
- Birand Bingül
- Cornelius Bischoff
- Jaklin Çelik
- Nevfel Cumart
- Funda Danışman
- Yavuz Ekinci
- Osman Engin
- Hakan Günday
- Michael Hofmann
- Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu
- Yaşar Kemal
- Basil Kerski
- Prof. Dr. Sabiha Paktuna Keskin
- Nikolaus Graf Lambsdorff
- Aras Ören
- Emine Sevgi Özdamar
- Cem Özdemir
- Hülya Özkan
- Friederike C. Raderer
- Pınar Selek
- Zafer Şenocak
- Prof. Dr. Sargut Şölçün
- Prof. Dr. Rita Süssmuth
- Wislawa Szymborska
- Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan
- Barbara Yurtdaş
- Feridun Zaimoğlu
Behiç Ak
Wurde 1956 in Samsun geboren. Der vielfältige Künstler wurde 1956 in Samsun geboren. Er schreibt und illustriert Kinderbücher, verfasst Theaterstücke, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, leitet Kunstprojekte und dreht Dokumentarfilme. Die meisten seiner Kinderbücher wurden, bevor sie in der Türkei erschienen, in Japan veröffentlicht u.a. Die Wolke im Hochhaus, Die kranke Platane, Die Katzeninsel, Die Stadt auf dem Wind, Der schlafwandelnde Elefant. Behiç Ak beschäftigt sich in seinen Büchern häufig mit Umweltfragen und in vielen kommt seine Zuneigung zu Katzen, für die er bekannt ist, zum Ausdruck.
Dr. Lale Akgün
Geboren 1953 in Istanbul, kam sie mit neun Jahren nach Deutschland. Sie studierte Medizin und Psychologie arbeitete lange in der Jugendhilfe und Familienberatung, leitete dann das Landeszentrum für Zuwanderung. Von 2002 bis 2009 war sie Bundestagsabgeordnete und migrationspolitische Sprecherin sowie Islambeauftragte der SPD. Seit Mai 2010 leitet sie das Referat internationale Zusammenarbeit im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Mutter einer Tochter hat seit 1980 die deutsche Staatsangehörigkeit und lebt mit ihrem Mann in Köln.
Rojin Canan Akın
Sie erblickte die Welt 1981 in Kozluk, Batman und studierte Journalistik an der Universität Istanbul. Sie ist immer noch als Journalistin tätig. Das wissenschaftliche Buch mit dem Titel "Alles andere als normal" brachte sie mit Funda Danışman heraus. In diesem Buch führten sie mit 19 kurdischen Jugendlichen Interviews über ihre Kindheit in den 1990er Jahren im Südosten der Türkei.
Sunay Akın
1962 in Trabzon geboren, arbeitet Akin als Dichter, Schriftsteller und Journalist. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er ab 1984 in Zeitschriften. Charakteristisch für seine Gedichte sind sein kurzer und prägnanter, vom Augenblick inspirierter Stil, der aber auch weich und lyrisch sein kann. 2005 eröffnete er in Istanbul ein Spielzeug-Museum mit Spielzeugen aus aller Welt, die er selbst gesammelt hat.
Fakir Baykurt
Geboren 1929 in Akçaköy/Burdur, gestorben 1999 in Essen. Der Bauernsohn Fakir Baykurt ist der erste türkische Schriftsteller, der aus einem der reformpädagogischen Dorfinstitute hervor gegangen ist, in denen man der armen ländlichen Jugend eine umfassende, berufsorientierte Ausbildung vermittelte. Er wurde Lehrer in der Provinz. Auch als Gewerkschafter war er sehr aktiv, später arbeitete er als Verlagsleiter und Berater im Kultusministerium Baykurt siedelte 1979 nach Duisburg um, wo er als Lehrer und Schriftsteller arbeitete. Als bedeutendster Vertreter der Dorfliteratur gehört er zu einer Gruppe von Schriftstellern, die das Leben in der ländlichen Türkei thematisieren. Sein erster Roman Yılanların Öcü (Die Rache der Schlangen, 1958) spiegelt die bittere Realität in anatolischen Dörfern wider und erregte großes Aufsehen.
Artur Becker
1968 geboren als Sohn dtsch-pol. Eltern in Masuren, seit 1985 in Deutschland, schreibt erfolgreich „polnische Literatur in deutscher Sprache“: Romane, Erzählungen, Gedichte.... Neben vielen Stipendien erhielt er 2009 den begehrten Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung.
Sein letztes Buch mit dem Titel: „Der Lippenstift meiner Mutter“ ist 2010 im Weissbooks Verlag erschien.
Cornelius Bischoff
Im Jahr 1928 als Sohn eines deutschen Zimmermanns und einer jüdischen Türkin in Hamburg-Harburg geboren, floh Cornelius Bischoff 1939 mit seiner Familie vor dem Nazi-Regime nach Istanbul und machte dort 1948 das staatliche türkische Abitur. Von 1944 bis 1945 war er mit seiner Familie als deutscher Staatsbürger im anatolischen Corum interniert. 1948 begann er sein Studium an der Juristischen Fakultät in Istanbul und schloss sein Staatsexamen 1954 in Hamburg ab. Nach einigen Jahren als leitender Jurist, ist Cornelius Bischoff seit 1978 als Übersetzer türkischer Literatur und Drehbuchautor tätig und erhielt für seine Arbeiten mehrere Auszeichnungen. „Ohne Übersetzung keine Weltliteratur.“ Das waren einmal die Worte von Cornelius Bischoff.
Um es schlicht mit den Worten Yasar Kemals auf den Punkt zu bringen: „Er ist der deutscheste der Türken und der türkischste der Deutschen.“ Cornelius Bischoff war der Ehrengast der Buchmesse RUHR.2010.
Jaklin Çelik
Geboren 1968 in Diyarbakır, 1970 übersiedelte sie mit Ihrer Familie nach Istanbul. Als Redakteurin betreute sie die Medienseite der armenisch-türkischen Istanbuler Zeitung Agos, in ihrer Kolumne "Geigende Fische" beschäftigte sie sich, jenseits der Identitätsproblematik, hauptsächlich mit dem Zusammenleben und gemeinsamen Gestalten. Jaklin Çeliks Erzählungen handeln von Menschen, wie man sie auf der Straße antrifft und wie ein jeder sie kennt.
Ihre Erzählungen sind zwar in Istanbul angesiedelt. Geprägt sind die Geschichten jedoch von der Melancholie dieser Stadt, deren Gesicht sich durch den täglichen Zuzug von Menschen aus allen Teilen Anatoliens verändert.
Nevfel Cumart
Geboren 1964, studierte Turkologie, Arabistik und Islamwissenschaft und arbeitet seit 1993 als freiberuflicher Schriftsteller und Übersetzer. Er veröffentlichte Gedichtbände und eine Sammlung mit Erzählungen. Für sein literarisches Werk erhielt er diverse Literaturpreise, zuletzt den Kulturpreis Bayern (2008) und den Kulturpreis der Oberfrankenstiftung (2009). Cumart hält Vorträge und leitet Seminare zu Aspekten der islamischen Religion, zur Lebenssituation von Immigranten in Deutschland sowie über die türkische Gesellschaft und Kultur. Seine Lese- und Vortragsreisen führten ihn auch mehrfach ins Ausland (u. a. England, Irland, Schweiz, Türkei).
Funda Danışman
Geboren wurde sie 1983 in Erzincan. Studiert noch an der Bilgi Universität als Werbeagentin. Das wissenschaftliche Buch mit dem Titel "Alles andere als normal" brachte sie mit Rojin Canan Akın heraus. In diesem Buch führten sie mit 19 kurdischen Jugendlichen Interviews über ihre Kindheit in den 1990er Jahren im Südosten der Türkei.
Yavuz Ekinci
Geboren in Batman, hat er an der Tigris-Universität in Diyarbakir Pädagogik studiert. Sein Buch „Meyasers Flug“ erhielt gute Kritiken und Lob. In der türkischen Literatur wird Ekinci als ein erfolgreicher Autor gesehen, in seinem letzten Roman „Die Hautverse – Tene Yazılan Ayetler“ thematisiert er die Situation der 1990er Jahre in Südostanatolien der Türkei, wo die Hisbollah Intellektuelle, Menschenrechtler und Geschäftsleute auf grausame Weise ermordete.
Osman Engin
1960 in der Türkei geboren, lebt seit 1973 in Deutschland. Nach seinem Studium der Sozialpädagogik in Bremen wurde er freier Schriftsteller. Monatlich schreibt er Satiren für die Bremer Stadtillustrierte »Bremer«, außerdem arbeitet er u. a. für »Titanic« und »taz«. Mehrere Satirensammlungen sind u.a. bei Rowohlt erschienen, »Kanaken-Gandhi« ist sein erster Roman.
Hakan Günday
Geboren 1976 in Rhodos, besuchte in Brüssel die Grundschule. In Ankara ging er auf das Gymnasium „Tevfik Fikret“, anschließend begann er an der Hacettepe Universität ein Dolmetscherstudium.
Ein Jahr später wechselte er das Studium und entschied sich für ein Politikstudium an der Universität Libre de Bruxelles. Sein erster Roman bekam die Aufmerksamkeit durch die literarischen Kreise. Gespannt warten junge Leser auf die Bücher des Autors, denen er einzigartige phantasievolle Fiktion schafft. Somit hat er seine eigenen Leserfans.
Michael Hofmann
Michael Hofmann, geboren 1957, Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Universität Paderborn, Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie an den Universitäten Bonn und Poitiers, Promotion 1990 zu Peter Weiss’ »Ästhetik des Widerstands«, Habilitation 1997 zu Christoph Martin Wielands Versepen, Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bonn, Nancy und Lüttich, Forschungsschwerpunkte: Aufklärung, Weimarer Klassik, Literatur nach Auschwitz, interkulturelle Literaturwissenschaft; Herausgeber des Peter Weiss Jahrbuchs und des Uwe Johnson Jahrbuchs.
Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu
Yasemin Karakaşoğlu ist Professorin für Interkulturelle Bildung und Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität an der Universität Bremen. Sie studierte Turkologie in Hamburg und Ankara. Von 1991 bis 1995 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Türkeistudien in Essen und ab 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin an der Universität Essen, wo sie 1999 promovierte. Yasemin Karakaşoğlu gehört mit ihren zahlreichen Veröffentlichungen zu den führenden Migrationsforschern in Deutschland
Yaşar Kemal
Geboren 1923 in einem Dorf Südanatoliens. Als einziges Kind in seinem Dorf lernte er Lesen und Schreiben, arbeitete als Tagelöhner auf Baumwollfeldern und Reisplantagen, war Hirte, Wasserträger, Schuhmacher, Traktorfahrer, Fabrikarbeiter. Schließlich konnte er genug Geld sparen, um sich eine alte Schreibmaschine zu kaufen. Als Straßenschreiber ließ er sich in einer kleinen Stadt nieder. Für Bauern, die nicht Lesen und Schreiben gelernt hatten, verfasste er Briefe, Bittschriften, Dokumente.
1951 wurden seine ersten Erzählungen in der Istanbuler Zeitung »Cumhuriyet« abgedruckt. Als Journalist durchstreifte er zwölf Jahre lang die türkischen Landgebiete. Er schrieb über die Armut, den Hunger, die Dürre, die Ausbeutung durch feudale Großgrundbesitzer. Noch nie waren solche Berichte in der türkischen Presse erschienen. Einige führten sogar zu Debatten in der Nationalversammlung. Mit dem Roman »Memed mein Falke« wurde er 1955 auf einen Schlag zum meistgelesenen Schriftsteller der Türkei. Mit fast einer halben Million verkauften Exemplaren hat er in diesem Land mit seiner hohen Zahl von Analphabeten eine einzigartige Verbreitung gefunden. »Memed« brachte Kemal auch den Durchbruch in die internationale Literatur. Seine Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. 1997 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2008 wurde er mit dem Türkischen Staatspreis geehrt.
Basil Kerski
Geboren 1969, ist deutschpolnischer Journalist, Politikwissenschaftler und Essayist, seit 1998 Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins DIALOG, Redakteur der Danziger Zeitschrift »Przegląd Polityczny« (1983 von Donald Tusk gegründet), als Experte tätig im deutsch-amerikanischen Aspen Institut Berlin, im Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, im Deutschen Bundestag sowie im Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Aufsätze zu historischen und politischen Themen.
Basil Kerski erhielt u.v.a. Auszeichnungen 2005 das polnische Verdienstkreuz in Gold.
Prof. Dr. Sabiha Paktuna Keskin
Sabiha Paktuna Keskin 1955 yılında Tekirdağ´da doğdu, Cerrahpaşa Fakültesi‘nde tıp okudu, 2006 yilinda profesörlüğünü aldı. KESKİN, Anneye Bağlanma, Uygulamalı Davranış Analizi (ABA), Dikkat Yetersizliği, Hiperaktivite, Epilepsi, Çocuk Sağlığı ve Gelişimi konularında uluslararası platformda Türkiye‘nin önde gelen profesörlerinden biridir. KESKİN, gündelik hayatta rahatlıkla uygulanabilecek kolay stratejiler ve öneriler geliştirerek, ailelerin çocukları ile olan davranışsal sorunlarını çözebilmelerine ışık tuttu. Hala Kanal D´de yayinlanan ve büyük ilgi gören „Doktorum“ adlı sağlık programında yer almaktadir.
Sabiha Paktuna Keskin, geboren 1955 in Tekirdağ, studierte an der Medizinischen Fakultät Cerrahpaşa in Istanbul und erhielt 2006 ihre Professur. Keskin gehört zu den international bekanntesten türkischen Professoren in den Bereichen Abhängigkeit von der Mutter, Angewandte Verhaltensanalyse (ABA), Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Epilepsie und Gesundheit und Entwicklung von Kindern. Keskin entwickelte einfache Strategien und Ratschläge, die im Alltag einfach anzuwenden sind und half somit Familien,verhaltensbezogene Probleme mit ihren Kindern zu lösen. Sie wird regelmäßig zu der populären Gesundheitssendung „Doktorum“ („Mein Arzt“) als Beraterin eingeladen.
Nikolaus Graf Lambsdorff
Nikolaus Graf Lambsdorff ist Türkei-Beauftragter des Auswärtigen Amtes in Berlin. Zuvor war er Botschafter in der Republik Moldau, Stellvertretender Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs und Kabinettschef des Leiters der UNMIK im Kosovo. Der Spitzendiplomat ist verheiratet, hat einen Sohn und stammt ursprünglich aus Köln.
Aras Ören
1939 in Bebek-Istanbul in der Türkei geboren, ist Aras Ören von 1959 bis 1969 vor allem als Schauspieler und Dramaturg in seiner Heimatstadt tätig. In dieser Zeit, zwischen 1965 und 1967, versucht er auch eine Theatergruppe für die türkischen Arbeiter in der Bundesrepublik und in West-Berlin ins Leben zu rufen und zieht 1969 endgültig nach West-Berlin. In der Berliner Künstlervereinigung „Rote Nelke“ war er Mitglied der „Gruppe der schreibenden Arbeiter“. Dann arbeitete er 1974 als Redakteur in der türkischen Redaktion des Senders Freies Berlin (SFB), ab 1996 wurde er deren Leiter. Für seine Arbeiten erhielt er mehrere Auszeichnungen und im Winter 1999 hatte er eine Poetik-Dozentur an der Universität Tübingen inne.
Aras Ören schreibt in türkischer Sprache und zählt zu den bekanntesten türkischen Autoren in der Bundesrepublik. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Emine Sevgi Özdamar
Emine Sevgi Özdamar ist 1946 in der Türkei in Malatya geboren und kam als 19-Jährige 1965 zum ersten Mal in die Bundesrepublik, um hier in einer West-Berliner Fabrik zu arbeiten. Die Probleme der Migration in den 60er Jahren, die sie in ihren Romanen thematisiert, sind ihr aus eigener Erfahrung daher durchaus bekannt. Sehr bewusst reflektiert sie eigenes Erleben und literarisches Gestalten. Immer wieder geht es ihr um Fremdheitserfahrung und Identitätssuche im Wechsel der Sprachen und so gibt sie mit ihrer Literatur »der neuen Kultur der Ortlosigkeit ein Zuhause« (Die Zeit). Emine Sevgi Özdamar ist für ihr Werk vielfach ausgezeichnet worden, u. a. erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Adelbert-von-Chamisso-Preis, den Kleist-Preis und den Fontane-Preis.
Cem Özdemir
Geboren 1965 in Bad Urach, ausgebildeter Erzieher und Sozialpädagoge, wurde 1994 als erster Abgeordneter türkischer Herkunft in den Deutschen Bundestag gewählt (Bündnis 90/Die Grünen), 2004-2009 war er Abgeordneter des Europäischen Parlaments und ist heute amtierender Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Er publizierte zum Thema Integration und erhielt u. a. 1996 die Theodor-Heuss-Medaille für sein Engagement für vorurteilsfreies Zusammenleben von Deutschen und Migranten.
Hülya Özkan
Hülya Özkan kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. In München studierte sie Politische Wissenschaften und Journalistik. Nach Abschluss ihres Studiums machte sie ein Volontariat beim ZDF und arbeitet seitdem als Redakteurin und Moderatorin beim Fernsehen. Nach zahlreichen Beiträgen und Reportagen im In- und Ausland moderiert sie zurzeit ein Europa-Magazin im ZDF. Sie wohnt in Mainz und Istanbul.
Friederike C. Raderer
Geboren 1954, Studium der Musikpädagogik, Musikwissenschaften, Philosophie, Psychologie in Wien. Unterrichtete Musik in Wien und Hannover. Mehrere Jahre Lehrtätigkeit an verschiedenen Allgemeinbildenden Höheren Schulen in Wien und Hannover. Seit 1979 für den ORF tätig, anfangs für Ö3, dann für Ö1 und auch für ORF eins in verschiedensten Sendereihen mit musikalischen und literarischen Inhalten als Autorin, Moderatorin, Redakteurin, Sprecherin, Journalistin. Derzeit vor allem "terra incognita - Literatur jenseits des Horizonts" und "Pasticcio". Seit 1991 schriftstellerisch tätig: div. Kurzgeschichten, Kinderbücher und Libretti.
Pınar Selek
Ein bekanntes Gesicht der feministischen Bewegung in der Türkei, ist Soziologin und berühmt dafür Tabuthemen anzupacken. Mit ihrer gesellschaftskritischen Studie »Zum Mann gehätschelt, zum Mann gedrillt« sorgte sie europaweit für Aufsehen. Zurzeit lebt sie als Stipendiatin des P.E.N. Deutschland in Berlin.
Zafer Şenocak
Ist Schriftsteller und Essayist. Er wurde in Ankara geboren, wuchs in Istanbul und München auf und lebt seit 1989 in Berlin. Seit seinem Debüt 1983 veröffentlichte er 23 Bände mit Lyrik, Prosa und Essays (zuletzt »Der Pavillon«, 2009). Seine Werke wurden ins Englische, Französische, Italienische,Tschechische, Spanische und Türkische übersetzt. Şenocaks Beiträge zur islamischen Tradition und türkischen Identität in der Moderne erscheinen u. a. in der taz, im Tagesspiegel, in der Welt und im Deutschlandfunk.
Prof. Dr. Sargut Şölçün
Sargut Şölçün studierte in Ankara und München, lehrte an der Hacettepe-Universität Ankara, der Freien Universität Berlin und der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist seit 1999 Professor für Fachdidaktik und Literaturwissenschaft für Turkistik an der Universität Duisburg-Essen. Von ihm liegen diverse Publikationen in deutscher und türkischer Sprache vor, unter anderem die »Entzauberte Nation – Literarische Entdeckung türkischer Mentalität«.
Prof. Dr. Rita Süssmuth
Rita Süssmuth studierte 1956-1961 Romanistik und Geschichte an den Universitäten Münster, Tübingen und Paris. Im Anschluss an ihre Promotion in Philosophie (1964) war sie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Ruhr und Professorin für International Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Süssmuth gehört seit 1981 der CDU an und war 1986-2001 Bundesvorsitzende der Frauen-Union der CDU. Zwischen 1985 und 1988 war sie Bundesministerin für Jugend, Familie, Gesundheit später auch für Frauen. 1988-1998 hatte sie das Amt der Präsidentin des Deutschen Bundestages inne. 2001-2002 war sie Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, zwischen 2003-2005 Vorsitzende des Sachverständigenrats für Zuwanderung und Integration. Rita Süssmuth hat zahlreiche Veröffentlichungen u.a. mit dem Titel „Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft“.
Wislawa Szymborska
Geboren 1923, studierte in Krakau, wo sie auch heute lebt, polnische Philologie und Soziologie. 1952 erschien ihr erster Gedichtband. Der literarische Durchbruch gelang Szymborska 1957 mit dem Band »Wołanie do Yeti (Rufe an Yeti)«. Sie bevorzugt für ihre Lyrik den freien Vers. Sprachlich ist ihr Werk von großer Einfachheit geprägt. Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki sagte darüber: »Sie ist die namhafteste Dichterin ihres Landes, deren sehr durchdachte, ironische Lyrik etwas in Richtung der philosophischen Lyrik tendiert.«
Szymborska gilt als »Grande Dame« der polnischen Poesie und wurde 1996 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet – für eine Poesie, die mit ironischer Präzision den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervortreten lässt. Am 17. Januar 2011 erhielt sie den Orden des Weißen Adlers, die höchste polnische Auszeichnung.
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan
Hacı-Halil Uslucan ist Migrationsforscher, Inhaber der Professur Moderne Türkeistudien an der Universität Duisburg-Essen und Leiter der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung. 1985 nahm er das Studium an der FU Berlin auf, an der er 1991 das Diplom in Psychologie erwarb, 1997 den Magistergrad in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft absolvierte und 1999 im Fach Psychologie promoviert wurde. 2006 habilitierte er sich an der Universität Magdeburg. Zu den Forschungsschwerpunkten des renommierten Migrationsexperten gehören Gewalt im Jugendalter, psychosoziale Belastungen von Migrantenfamilien, Erziehungsstile im interkulturellen Vergleich, Wertedivergenzen aus kulturpychologischer Sicht.
Barbara Yurtdaş
Barbara Yurtdaş, 1937 in Leipzig geboren, ist vor allem als Sachbuchautorin für Türkei-Themen bekannt und veröffentlichte zuletzt das Buch »Türkei. Ein Reisebegleiter. Literarische Spaziergänge« (2008). Sie studierte in Göttingen und München Germanistik, Slawistik und Geschichte. Mit ihrem türkischen Ehemann und ihren beiden Söhnen lebte sie von 1981 bis 1993 in der Türkei. Neben Sachbüchern schrieb sie mehrere Romane u.a. über deutsch-türkische Beziehungen wie auch zwei Lyrikbände. Außerdem übersetzte sie türkische Literatur, u.a. die 2008 veröffentlichten Romane von Mario Levi und Sema Kaygusuz.
Feridun Zaimoğlu
Geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist arbeitet. Er war Kolumnist für das ZEIT-Magazin und schreibt für die Welt, die Frankfurter Rundschau, die ZEIT und die FAZ. Feridun Zaimoglu ist mehrfach für seine Werke ausgezeichnet worden. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt, 2004 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Im selben Jahr erhielt er den Hugo-Ball-Preis. 2007 folgte der Grimmelshausen-Preis, 2008 erhielt er den Corine-Preis für seinen Roman »Liebesbrand« und 2010 den Jakob-Wassermann-Literaturpreis.