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Sonderedition zu Yaşar Kemals „Ince Memed – Memed mein Falke“

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Sonderedition zu Yaşar Kemals „Ince Memed – Memed mein Falke“

Ob vom Vater zum Einschlafen erzählt, wie beim Grünen-Politiker Cem Özdemir, oder selbst im Krankenbett gelesen, wie die Schriftstellerin Friederike C. Raderer – ein jeder der Anwesenden hatte seine eigene persönliche Verbindung zu Memed, dem Helden aus Yaşar Kemals legendärem Roman. Am Montag, 17. Oktober wurde das Werk der türkischen Autoren-Legende mit einer Sonderedition der deutschen Ausgabe, mit einem Geleitwort von Cem Özdemir, auf der Buchmesse RUHR.2011 in einem Kooperationsprojekt mit dem Unionsverlag geehrt. Der Übersetzer und Freund Yaşar Kemals, Cornelius Bischoff, der Filmemacher Orhan Okkan und die bereits erwähnten Friederike C. Raderer und Cem Özdemir diskutierten gemeinsam unter der Leitung von Asli Sevindim über die Bedeutung des Romans für die türkische Gesellschaft und Literatur. Dabei wurde herausgestellt, dass die Geschichte des Romans, der schwächliche Memed, der sich als Bauernsohn dem ungerechten Herrscher widersetzt, als Parabel auf die damalige türkische Gesellschaft gelesen werden kann. Bedeutend sei das Werk aber auch durch die epische Erzählweise, die die türkische Literatur revolutioniert habe. Dem Autor komme eine überall zu spürende Verehrung in der Türkei zu. Gleichzeitig sei Kemal aber auch wegen seines politischen Engagements und seines kritischen Einsatzes für die Menschenrechte in der Türkei umstritten. Yaşar Kemal gab der Veranstaltung durch eine Videobotschaft die Ehre und bedankte sich persönlich bei den Veranstaltern und Gästen.

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